Förderung

Es gibt viele Wege der Finanzierung. Die wesentlichen großen Förderer sind die Agentur für Arbeit, die Deutsche Rentenversicherung sowie Berufsgenossenschaften. Selbstzahler haben die Möglichkeit, Weiterbildungskosten als Werbungskosten steuerlich geltend zu machen.

 

Weitere Möglichkeiten der Förderung bieten das Ausstiegsfortbildungsförderungsgesetz („Meister-Bafög“) und verschiedene Programm der Länder. Nachfolgend eine Übersicht über die verschiedenen Fördermöglichkeiten und Kostenträger:

 

Berufliche Rehabilitation durch den Rentenversicherungsträger

 

Im Falle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, bieten Rentenversicherungsträger die Möglichkeit, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wieder zu gewährleisten. Damit kann ein Verbleib im Arbeitsleben dauerhaft gesichert werden.

 

Bildungsgutschein

 

Seitens der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gibt es die Möglichkeit für die Erteilung eines Bildungsgutscheines. Gründe hierfür können sein, eine bestehende Arbeitslosigkeit, in der eine Wiedereingliederung ohne Weiterbildung nicht möglich ist, oder aber die Abwendung einer drohenden Arbeitslosigkeit durch eine Weiterbildung.

 

„Meister-Bafög“ – Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)

 

Dieses Gesetz ist ein Förderinstrument für die berufliche Weiterbildung in allen beruflichen Handlungsfeldern. Voraussetzung für eine Förderung ist der Abschluss einer Erstausbildung oder ein vergleichbarer Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung.

 

Weiterbildung Geringqualifizierter und Beschäftigter älterer Arbeitnehmer im Unternehmen (WeGebAU)

 

Die Weiterbildung von Beschäftigten ist grundsätzlich Aufgabe der Unternehmen und Beschäftigten selbst. Jedoch tragen Unternehmer mit gering qualifizierten und älteren Arbeitnehmern eine höheres Arbeitsmarktrisiko. Daher fördert die Agentur für Arbeit die Weiterbildung dieses Personenkreises.

 

Förderung durch die Bundeswehr

 

Eine Förderung ist auch nach dem Soldatenversorgungsgesetz (SVG) möglich. Aktive und ehemalige Zeitsoldaten (SaZ), Grundwehrleistenden und freiwillig zusätzliche Wehrdienstleistenden (VWDL) die die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen, können durch den Berufsförderungsdienst (BFD) Zuschüsse zu den Lehrgangskosten, zur Prüfungsgebühr sowie zu den Lernmitteln und Fahrtkosten erhalten.

 

Bildungsprämie (Prämiengutschein)

Der Prämiengutschein in Höhe von max. 500,00 € für eine Weiterbildung wird gewährt, wenn das zu versteuernde Einkommen bei Einzelpersonen 20.000,00 € und bei Zusammenveranlagung 40.000,00 € nicht übersteigt. Weitere Voraussetzung sind eine Erwerbstätigkeit von mindestens 15 Stunden in der Woche. Bei der Berechnung des zu versteuerndes Einkommens werden Kinderfreibeträge und Kinderbetreuungskosten berücksichtigt.

 

Bildungsscheck in Nordrhein-Westfalen

 

Der Bildungsscheck ist ähnlich wie die Bildungsprämie gestaltet. Mit dem Bildungscheck erhalten Beschäftigte und Unternehmen einen Zuschuss von 50%, bis zu 500,00 €, zu den Weiterbildungskosten.